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Inhaltsbereich: MZvD e.V. (Magischer Zirkel von Deutschland)


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  • Im Jahre 1912 gründeten interessierte Zauberkünstler den "Magischen Zirkel von Deutschland". Als Gründungsvater könnte man Karl Schröder, einen zu diesem Zeitpunkt 35 Jahre alten Bankkaufmann, bezeichnen.
    Dieser war nach einem Gastspiel des damals sehr bekannten Zauberkünstlers Conradi Horster so von dessen Unterhaltungskünsten begeistert, dass er zusammen mit anderen Interessierten im Mai 1912 den "Magischen Zirkel von Deutschland" gründete.

    Doch erst im Jahre 1918 gab es die erste Ausgabe der vereinseigenen Zeitschrift "Magie". Diese wird noch heute unter gleichen Namen als offizielles Organ des "Magischen Zirkels von Deutschland" (MZvD), publiziert. Schnell bildeten sich außerhalb von Hamburg weitere Zusammenschlüsse von Zauberkünstlern. Einer der ersten "Zweigstellen", auch Ortszirkel genannt, befand sich in Berlin. Langsam aber sicher wuchs der "Magische Zirkel" und Mitte der 30 er Jahre gab es bereits fast 1400 Mitglieder. Aufgrund der Naziherrschaft wurde die Mitgliederanzahl aus politischen Gründen radikal reduziert, sodass auch in einem Verein, der eigentlich ein schönes Hobby pflegte, der Rassenwahn Einzug hielt und auch "politische Säuberungen" stattfanden.

    Der Zauberkünstler Helmut Schreiber, in der Fachwelt als "Kalanag" bekannt, wurde Präsident des Magischen Zirkels, möglicherweise nicht zuletzt auf Drängen hoher Nazifunktionäre. Helmut Schreiber verkehrte mit Nazigrößen wie Bohrmann, Göring und Hitler selbst, wie aufgetauchte Fotos es beweisen.


    Ein Artikel über "Kalanag" mit Teilen seiner Biografie und seiner Beziehungen zu den Nazis findet sich in der Tageszeitung "Die Welt". Hier der Link dazu: "Bericht in der Welt über Kalanag". Weitere Infos dazu auch hier. Nach dem 2. Weltkrieg wurde mit Billigung der Aliierten Militärregierung die Erlaubnis erteilt, den "Magischen Zirkel" unter den nun 70 Jahre alten Karl Schröder erneut aufleben zu lassen. Ende der 40 er Jahre gab es dann zwei "Magische Zirkel" in Deutschland. Zum einen den im Vereinsregister eingetragenen "Magischen Zirkel Hamburg e.V." und den in München ins Leben gerufenen "Magischen Zirkel von Deutschland", "MzvD". Es kam später zur Vereinigung beider Vereine und es wurde sich endgültig auf den Namen "MZvD" geeinigt.


    Heute ist der "MZvD" mit knapp 2800 Mitgliedern von Hobby- und Berufszauberkünstlern einer der größten Vereinigungen von Zauberkünstlern in der Welt. Er gehört der "FISM" an, eine Art Dachorganisation von Zaubervereinen, welche u.A. die Weltmeisterschaften in der Zauberkunst ausrichtet und auch durchführt. Der "MZvD" hält regelmäßig Vorausscheidungen und Endausscheidungen der Deutschen Meisterschaften der Zauberkunst ab, deren Preisträger der Endausscheidungen zur "FISM" geschickt werden.


    Der MZvD ist in derzeit 85 Ortszirkel eingeteilt. Mitglieder, in deren Nähe kein Ortszirkel vorhanden ist, werden als sogenannte "zirkellose Mitglieder" geführt.

    Seine Mitglieder bekommen das Fachorgan "Magie", welches im Mitgliedsbeitrag enthalten ist. Wer Mitglied des "MZvD" werden will, muss eine Aufnahmeprüfung bestehen, die aus einem praktischen und theoretischen Teil besteht. Die Aufnahmeprüfung kann umgangen werden, wenn ein Zauberkünstler bei den Vorausscheidungen zu den Deutschen Meisterschaften des "MZvD" einen Preis erringt.



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